Wikipedia streikt. Diskussion um den Uploadfilter

Im Rahmen der EU-Urheberrechtsreform plant das EU Parlament die Einführung eines sogenannten Uploadfilters. Ende März stimmt das EU Parlament über den Gesetzesentwurf ab. Gerade bei Internetfirmen wie bspw. Wikipedia, Youtube und Facebook stößt dieses Vorhaben auf Protest.


Wikipedia ließ daher verlauten, dass der Online-Dienst als Zeichen des Protestes am 21.März seine deutschsprachige Version für 24h abschalten wird. Wikipedia Autor Thomas Planinger, Vorstandsmitglied der österreichischen Ausgabe gab das Vorhaben via Twitter bekannt.
Wir klären in unserem Artikel auf, worum es sich bei dem Thema „Uploadfilter“ dreht:

Was ist ein Uploadfilter?

Als Uploadfilter wird eine Software beschrieben, welche Medien und Dateien noch vor dem Hochladen ins Internet u.a. in Hinblick auf Urheberrechtsverletzungen überprüft. Das Computerprogramm ersetzt eine manuelle Überprüfung durch Menschen und automatisiert den Prozess. Der Uploadfilter prüft die Inhalte hinsichtlich bestimmter Regeln. Erfüllt dieser die Anforderungen nicht, wird er nicht veröffentlicht und entweder direkt gesperrt oder angepasst. 

Sinn des Uploadfilters

Ein Uploadfilter verhindert bspw. die Veröffentlichung extremistischer oder krimineller Inhalte. Auch Beleidigungen und Cyber-Mobbing, gewaltverherrlichende und pornografische Inhalte werden so bei der Verbreitung behindert.

Kritik um den Uploadfilter

Der Uploadfilter verhindert insbesondere das illegale Hochladen von urheberrechtlich geschützten Inhalten durch den User. Mit dem Vorhaben will das EU Parlaments künftig auch das Urheberrecht bei Filmen, Musik und Texten gewährleisten.
Hier sehen gerade der Bundesverband der Verbraucherzentralen, zahlreiche Netzaktivisten und Wissenschaftler die Meinungs-, Kunst- und Informationsfreiheit gefährdet, da die Software entscheidet, ob Inhalte im Netz veröffentlicht werden können.
Der Uploadfilter ist weiter mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Gerade kleinere KMU können sich den Einsatz der Software gar nicht leisten. Bei den geplanten Ausnahmeregelungen ist noch nicht sicher, wie praxistauglich diese gestaltet sind.
Nicht nur Firmen beteiligen sich an Protesten. Mit dem Hashtag #Safeyourinternet können sich alle Gegner des Uploadfilters zur Diskussion äußern. Bei Online-Petitionen kamen über 5 Millionen Unterschriften zusammen.

Auswirkungen für die Internetgemeinschaft

Wie sähe das Internet aus, ohne den massenhaften User generated Content?
Langweilig. Plattformen wie Youtube würden einen Großteil ihrer Videos nicht mehr anzeigen können, bei Facebook und Instagram würde es keine Memes mehr geben.
Durch die Zensur kann es ebenso zu zeitlichen Verzögerungen beim Upload kommen. Virale Effekte entstehen dadurch wohl kaum.
Der Uploadfilter hat damit einen erheblichen Einfluss auf das Freie Internet. Ende März soll die Entscheidung zu Artikel 13 der EU Richtlinie fallen.

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